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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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214
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IV, Anmerkungen

Wanderer, sag's zu Sparta, daß, seinen Ge-setzen gehorchend,wir erschlagen hier liegen.

und es wird keine Frage fern, welchem 'Epigrammmehrere Würde und Wirkung gebühre. Muß esdem Wanderer erst zugcrufen werden, daß er Liebefür's Vaterland lerne? Und wie lernte er sie aneinem Grabe, dessen Aufschrift ihm nichts sagt, alsdaß die hier Verscharreten anderswo im glanzendenRuhm leben?

Ueberdcm lauft ein Epigramm dieser Art im-mer Gefahr, in zwei Theile, die Exposition undNutzanwendung, zu zerfallen und also, wenn beideStücke nicht außerordentlich neu und schon sind, einmoralischer Gemeinplatz oder gar eine Fabel, einEmblem, ein Geschichtchen, mit einer nützlichen Leh,re besetzt, zu werden;' Dinge, die von den wahrenEigenschaften des Epigramms, von seiner lebendigesGegenwart, Einheit und Energie fern absühren.

Also hat man Hülfsmittel dazu genommen, demEpigramm auch in dieser Gattung seine bessern Ei-genschaften zu erhalten. Man giebt z. B. die Leh-re, auf die es angelegt ist, dem Gegenstände selbstin den Mund und macht ihn dadurch zu einem spre-chenden Emblem, zu einem durch sich selbstunterrichtenden Wesen.*) Oder es wird ein Ge-

*) Beispiele siehe: Blumenlesc, III. Buch, der Del-bäum. Der Ulmbaum. V. B. der Fruchtbaum.Der Acker^