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IV. An merkringen
„sein erstes Geschenk. Möge er ihm auch einst„sein graues Haar so weihen."
Was fehlt diesen Zuschriften an Kürze, Würde undrührender Einfalt? Wenn sie mit ihrer simpeln Ex-position nichts sagen; was werden sie ihm durchvieles Wortgeprange zu sagen vermögen?
Indem ich also diese erste Form des griechischenEpigramms, die nur Exposition ist, für die Grund-form der ganzen Gattung halte; so wünschte ich, daßwir noch jetzt Epigramme dieser Art machen könn-ten oder machen wollten. Sie setzten nämlich rüh-rende Denkmale, merkwürdige Personen, Geschichtenund Sachen voraus, denen man nur Sprache gebendarf und sie werden dem Geist oder hem Herzen ver-nehmlich. Die Exposition in ihnen darf nur reinund klar, natürlich und menschlich gefühlt senn, sswird sie, selbst in Pros-, eine Poesie für alle Ge-müther.
Auch dünkt mich ist's gerade diese Gattung,die sich, ihrer natürlichen Form nach, dem Dichtervon selbst aufdringt, ja die ihn sogar abhalt, einekünstlichere zu erwählen: denn wenn er von der Em-pfindung einer Geschichte, wenn er vom Leben oderder Anmuth und Würde einer Person und Sachedurchdrungen ist, was wird, was kann er thun, alsuns diesen Gegenstand mit seiner Empfindungvorführen und — schweigen? Der nähre Affekt iststumm ; er verschmäht die Worte, weil er fühlt, daßdiese doch alle unter dem, was er ausdcücken wollte,bleiben und spricht lieber durch Sachen und Thaten,
Es thut unS daher wehe, wenn in manchen