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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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210
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IV. An merkringen

sein erstes Geschenk. Möge er ihm auch einstsein graues Haar so weihen."

Was fehlt diesen Zuschriften an Kürze, Würde undrührender Einfalt? Wenn sie mit ihrer simpeln Ex-position nichts sagen; was werden sie ihm durchvieles Wortgeprange zu sagen vermögen?

Indem ich also diese erste Form des griechischenEpigramms, die nur Exposition ist, für die Grund-form der ganzen Gattung halte; so wünschte ich, daßwir noch jetzt Epigramme dieser Art machen könn-ten oder machen wollten. Sie setzten nämlich rüh-rende Denkmale, merkwürdige Personen, Geschichtenund Sachen voraus, denen man nur Sprache gebendarf und sie werden dem Geist oder hem Herzen ver-nehmlich. Die Exposition in ihnen darf nur reinund klar, natürlich und menschlich gefühlt senn, sswird sie, selbst in Pros-, eine Poesie für alle Ge-müther.

Auch dünkt mich ist's gerade diese Gattung,die sich, ihrer natürlichen Form nach, dem Dichtervon selbst aufdringt, ja die ihn sogar abhalt, einekünstlichere zu erwählen: denn wenn er von der Em-pfindung einer Geschichte, wenn er vom Leben oderder Anmuth und Würde einer Person und Sachedurchdrungen ist, was wird, was kann er thun, alsuns diesen Gegenstand mit seiner Empfindungvorführen und schweigen? Der nähre Affekt iststumm ; er verschmäht die Worte, weil er fühlt, daßdiese doch alle unter dem, was er ausdcücken wollte,bleiben und spricht lieber durch Sachen und Thaten,

Es thut unS daher wehe, wenn in manchen