über das griechische Epigramm. 209
die heiligen Gesetze des Vaterlandes hinzu undder rauhe Spartaner spricht sogleich weicher.
So sind die Epigramme, die Geschmke an dieGötter begleiten, meistens simple Darstellungen des-sen, was man dem Gott weiht; etwa mit einerUrsache,.warum man's ihm weihte oder mit einemWort des Danks, des Wunsches, der Bitte, derFreude. War dies nicht alles, was der Sterblichedem Unsterblichen sagen konnte?
„Diesen krummen Bogen und diesen Köcher„hangt Promachus dem Phöbus zum Geschenk„auf; des Köchers Pfeile flogen in der Schlacht„umher und trafen die Herzen der Krieger,„ihnen ein bitteres Geschenk."
„Dem Glaukus und Nereus, der Ino und dem„Melicertes, dem Zevs der Fluthcn und den„samothracischen Göttern weihet Lucilius, im„Meere gerettet, sein Haupthaar hier. Wei-teres hat er nichts mehr."
„Diese jugendlich-blühende Locke seines Haupts„und dies Milchhaar, dcn Zeugen kommender„Mannlicher Jahre weiht Lykon dem Phöbus;Herders Werke z. schön. Lit. u. Kunst. X. O L-r.