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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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206
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IV. Anmerkungen

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aber, daß Epigramme dieser Art das Epigramm,»vovon wir reden, nur noch in seiner rohesten Ge-stalt enthalten; daher man jene lieber mit einemeigenen Namen , -r-ssxo«) Bei-, In-,

Auf-, Ueberschriftc n benennen und dem Epi-gramm diesen Namen nicht geben sollte.

Indessen ist's unläugbar, daß jene Epigraphennicht nur Vorgänger, sondern auch wirkliche Vor-bilder der ältesten poetischen Epigramme wurden:denn auch diese enthielten zuförderst nur histori-sche Umstände, die das Denkmal selbst in sei-ner stummen Sprache nicht sagen konnte.

Bald aber ward die Poesie auch hier ihres Vor-zugs inne. Indem sie den Gegenstand oder denje-nigen, der ihn gesetzt hatte, nur mit einiger Em-pfindung nannte: so entstand unvermerkt hierauseine schönere Exposition, die der Grund undgleichsam die Urform des griechischen Epigrammsist, ob sie gleich lange mit aller historischen Einfaltvorgetragen wurde. So sind die kleinen Epigrammedie man einer Sappho und Er in na, einer My-rv, Noßis und Anyte, oder dem Anakrcon,Simonides und andern alten Epigrammatistenzuschreibt, meistens nichts als simple Expositio-nen der Gegenstände, d^e sic anzcigcn. Den grie-chischen Grabschristen, den Weihgcschenkcn an dieGötter, ja allen andern Gelegenheiten, wo das Denk-mal selbst gleichsam zu reden batte, blieb diese Formnoch bis auf späte Zeiten eigen, so daß ich das Epi-gramm, das eine bloße Exposition enthält, die Ur-form des griechischen Epigramms nen-nen möchte.