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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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ino III. Anmerkungen

voll Witz und Empstndung. Der Schmerz derGriechen mar »bin so geschwätzig, als irre Liebe undFreude. Konnten sie cin.n gcli.bten der Asche geben,ebne noch im Grube mit ibm zu sprechen, oderibn spr.chcn zu lassen aus dem Grabe? ManchesTodtendenknial ist dah^r eine kleine Elegie, die als'Aufschrift j-ne Kürze, Ründe und endlich den sanf-ten Schluß bekam, den man von Gräbern so gernemitnimmt Die Vaterlandsliebe und Ruhm-sucht der Griechen reizte sie nicht weniger zu Denk-malen vcll dichterischer Sprache. Sollt.n sie auchdie Geschichte verändern wenn die Veränderungnur ein schönes Rild, eine glückliche Schmeicheleidein Ruhm ihrer Nation gab. Den Körper desLeonidas, z. B. hat TerpeS nie mit seinem Purpur-mantel bedeckt; der Geschichtschreiber erzählt unsvielmehr von einer grausamen Behandlung, die derdespotische Asiat dem Leichnam seines Feindes bewie-sen , was thut das aber dem Dichter?*) Leonidasist sein Held und der griechische Stolz wünschte denPcrsermonarchen auch voni nackten todten Heldenmit seiner Anerbietung verschmäht zu sehen. Aehn-liche Züge des dichtenden Nationalruhms zeigen sichnicht nur in Inschriften und aus dem Theater derGriechen, sondern selbst in ihrer Geschichte.

Dieser Liebe zu reden, auch auf öffentlichenDenkmälern zu reden, kam nun ihre Sprache so

*) S. 63.