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über die Anthologie der Ericchcn rc.
Sowohl- alte als neue Schriftsteller haben derleichten Geschwätzigkeit der Griechen erwäbut,die sic bei allen Empfindungen des Leides und derFreude zeigten; und so waren sie eben so wohl inSchrift als in Sprache. Lucian redet von einem,der, in die kindische Venus bis zur Verzweiflung-verliebt, keine Mauer, keinen Baum vorbei ließ,der nicht mit ihm hatte ausrufcn müssen: die
schöne Aphrodite! Mehrere Dichter spielenauf die allgemeine Gewohnheit der Liebhaber an,den Namen ihrer Schöne auf Blatter und Baumezu schreiben, ihre Thür mit Kränzen und Blumenzu schmücken, sie mit Lobliedern und Verben zu be-ehren. Ein Thcil der Anthologie enthält dergleichensüßes Geschwätz der Liebe. Da sind feine Lobsprü-che und Schmeicheleien, Erklärungen und Geschenkein mancherlei Gestalt: bald Wendungen aus derMythologie, bald kleine Umstände aus dem Umgän-ge oder von der Person des Geliebten*). Schlafund Fliege, Licht und Salbe, Kranz und Saitenspielgeben dem verliebten Meleagcr Anlaß zu Tändeleien,
*) Daß ich Strato's Muse und einen gute» Lheilder kephalischen Sammlung unter diesem Lobenicht begreift, wird jeder mir ohne Erinnerungglauben. Die erste Härte vielleicht gar nicht dür-fen gedruckt werden; und überhaupt ist aus jederselbst der planudischen Anthologie für junge Leute,ja für jeden Verständigen, ein Auszug nothwen-dig. Die Auszüge, die man bishpr hat, wenig-stens so viel ich deren kenne, sind ohne Geschmackund Wahl, ohne Zweck und Reize.