Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

Blick, eine deutlichere Vorstellung vom Zustande »achdem Tode würde offenbar die Dämmerung vertreiben,die uns jetzt mit dem Wohnen im Todtenreich oderunter den Sternen so wehe- und wohlthut.

Von der Verfassung der Griechen, die auf per-sönliche Ehre und Freiheit gebauct war, mithin öf-fentliche Denkmäler und Sicgeskränze, mithin auch.Loblieder und Aufschriften auf dieselbe erweckte undwcrth hielt, darf ich nur kurz reden. Wo sindjetzt die Tempel und Bildsäulen unsrer Helden? wosind die Aufschrift.« zu ihrem Lobe? Die schönstenGegenden Griechenlands bezeichnten Altäre der Göt-ter und Heroen; auf den schönsten Höhen unsererLänder steht das einzige öffentliche Denkmal, darumsich der Geist unserer Gesetzgebung bekümmcrr, Gal-gen und Räder.

Endlich cm Klima, das allen diesen Gebäudenund Kunstdenkmalen, so wie ihren belehrenden In-schriften Dauer und Raum gab .- ein Himmel, derdie schönen Menschenbildungen weckte, die in leich-ten und regen Empfindungen des Tanzes, der Freu-de, des Witzes und der Gesellschaft lebten. Dochda komme ich unvermerkt zu meinem andern Stückeüber.

If. Alle äußeren Gelegenheiten sind unwirk-sam, wenn in uns nicht ein Trieb ist, sie zu nutzenund anzuwcnden; glücklich, wen» das Aeußerc demInnern aufhilft, und das Innere sich dem Aeußernmittheilkt.