über die Anthologie der Griechen w. i83
sich oder einen andern zu beruhigen gedenkt; nach-dem nun aber der Gegenstand zusammengesetzt odereinfach, seltner oder gemeiner ist,, nachdem er mehrden Verstand oder das Herz interessirct, u. f. nachdem allen wird sich die Inschrift richten, die derSeele des Empfindenden ein Bild geben, oder sei-nem Herzen Luft machen, die dem Geist des an-dern das Objekt gegenwärtig, oder es seinem Her,zen lebendig machen soll. Und so, dünkt mich, nä-herten wir uns unvermerkt einer Erklärung des Epi-gramms, sofern cs noch obne alle conpentioncllc Kunstist. Es wäre nämlich, psychologisch betrachtet:
Die Exposition eines Bildes oder einer Empfin-dung über einen einzelnen Gegenstand, her demAnschauendcn interessant war,
und durch diese Darstellung in Worten auch ei-nem andern, gleichgestimmten oder gleichgesinn-ten Wesen interessant werden soll.
Ein weiteres wird der Verfolg lehren; wir verfolgennoch unsirn Weg unter den griechischen Inschriften.
Wenn ein Volk auf der Erde sowohl Gegen-stände und Gelegenheiten, als jene schöne Redselig-keit, jene Humanität der Empfindung besaß, die zumEpigramm gehöret: so waren es die- Griechen, sie,
in allem Artigen und Schönen Lieblinge der Musen.
An Gegenständen und Anlässen zum Epigramm»fehlte cs keinem Vskk weniger als ihnen. Sie gcnos-