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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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I. Blumen

Thöricht ist es und fast unglaublich, was wir be-wundern

In dir, Lügner, du lügst selber die Thräncn uns

vor.

Süßer, weinender Dieb, mit deinen erheuchelten

Thränen

Stichlest du Gold nicht nur, stichlest uns Herzen

hinweg.

Der diebische Mahler.

Seht den diebischen Mahler! Er stiehlt mit dem

Blick die Gestalt weg;Sprachen Farben; er nahm' uns von der Lippe

das Wort.

Das Bild der Venus

von Praxiteles.

Als sich Paphia selbst in ihrem Bilde zu KnidusFröhlich anschauete;wie? sprach sie erröthend

zu sich,

Drei der Sterblichen sahen mich nackt, Adonis und

Paris

Und Anchises; doch wo sähe Praxiteles mich?"