aus der griechischen Anthologie. 99
Das Alter.
Laß es kommen, das Alter; und fürchte die traurige
Hand nicht,
Die von der Wange dir Rosen und Lilien raubt;Grazien altern nicht: nie welkt die Rose der Anmuth,Die die Unsterblichen selbst dir in die Seele ge-pflanzt.
Der trügende Spiegel.
Traue dem Spiegel nicht, du gewählte Chloe; waS
Er dir
Zeiget, bist du nicht selbst, ist ein erheucheltes
Bild.
Aber gehe zum Quell und wasch' in der Welle das
Antlitz;
Was du in ihr dann sichst, Tauschende, das bist
du selbst.
Der diebische Schauspieler.
Wiele reden so viel! und können mit alle den
Worten
Doch nicht sagen, was du nur in Geberden uns
sagst.
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