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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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8^ I. B l u m e n

Oder daß du mit Hymen anjetzt beim fröhlichen

Brautbett

Stehest und schwingst mit ihm jauchzend die Fa-ckel empor;

Oder daß mit der Paphia du den holden Adonis

Klagest, den blühenden, ach! frühe verblüheten

Zweig.

Wo du auch seyst, Unsterbliche, sey mir gegrüßet.

Du hast uns

Töchter gegeben, die auch wie die Unsterblichen

blühn. *)

Anakreons Grab.

Dessen innerstes Herz von Smerdia's Liebe geschmelzt

war,

Du einst König und Freund jeder geselligen Lust,

Musengeliebtcx Anakreon, der um seinen BakhyllusOft mit. dem fröhlichen Wein sehnende Thränen

gemischt;

Quellen müssen Dir noch im Todkenreichc vom süßenNektar strömen und Dir bringen der Seligen

Trank.

Veilchen müssen'Dich dort und Zephyr-liebend«

Blumen

Kränzen, rin Myrthenkranz, sprießend im zarte-sten Thau;

Daß du auch bei Proserpinen noch im trunkenen TanzeFröhlich die liebende Hand um die Curipyle schlingst.

*) Ihre Lieder.