8^ I. B l u m e n
Oder daß du mit Hymen anjetzt beim fröhlichen
Brautbett
Stehest und schwingst mit ihm jauchzend die Fa-ckel empor;
Oder daß mit der Paphia du den holden Adonis
Klagest, den blühenden, ach! frühe verblüheten
Zweig.
Wo du auch seyst, Unsterbliche, sey mir gegrüßet.
Du hast uns
Töchter gegeben, die auch wie die Unsterblichen
blühn. *)
Anakreons Grab.
Dessen innerstes Herz von Smerdia's Liebe geschmelzt
war,
Du einst König und Freund jeder geselligen Lust,
Musengeliebtcx Anakreon, der um seinen BakhyllusOft mit. dem fröhlichen Wein sehnende Thränen
gemischt;
Quellen müssen Dir noch im Todkenreichc vom süßenNektar strömen und Dir bringen der Seligen
Trank.
Veilchen müssen'Dich dort und Zephyr-liebend«
Blumen
Kränzen, rin Myrthenkranz, sprießend im zarte-sten Thau;
Daß du auch bei Proserpinen noch im trunkenen TanzeFröhlich die liebende Hand um die Curipyle schlingst.
*) Ihre Lieder.