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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
85
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aus der griechischen Anthologie. Lii

Amors Abkunft.

Wundert ihr euch, daß Amor den Herzen brennen-de -Pfeile

Sendet, und auf euch stürmt und der Verwunde-ten lacht?

War nicht seine Mutter des Kriegesgottcs Geliebte?

Nicht des Vulkanus Weib? Also mit Flammen

und Schwert

Gleich vertraulich. Und ihre Mutter, das stür-mende Meer, brüllt

Wilde; den Vater kennt keiner der Sterblichen ja.

Also Vulkanus Weib, des Meeres Tochter, des

Mavors

! Buhle, sie liebt auch im Sohn Flammen und

Wunden und Sturm.

Der bekränzte Amor.

Knabe, wo ist dein Bogen? wo deine traurige

Fackel?

Wo das böse Geschoß, das uns die Herzen durch-bohrt ?

Wo die Flügel? Du stehst mit zween Kränzen in

Händen

Und am Haupte bekränzt; Knabe, wer schmückte

dich so ?

Wiß', o Sterblicher, dann: kein Sohn der irdi-schen Venus

Bin ich: ich bin nicht der, der euch mit Quas-ten ereilt