aus der griechischen Anthologie. 8»
Die Erfindung der Wassermühle.
Laßt die Hände nun ruhn, ihr mahlenden Mädchen
und schlafet
Lange; der Morgenhahn störe den Schlummer
euch nicht.
Ceres hat eure Mühe den Nymphen künftig em-pfohlen,
Hüpfend stürzen sie sich über das rollende Rad,
Das mit vielen Speichen um seine Achse sich wäl-zend,
Mahlender Steine vier, schwere, zermalmende
treibt. —
Jetzt genießen wir wieder der alten goldenen Zeiten,
Essen der Göttin Frucht ohne belastende Müh.
Der warme Quell.
Unter dem Ahorn hier lag einst in lieblichem Schlum-mer
Amor: die Fackel lag neben die Quelle gesenkt.
Siche, da sprachen die Nymphen: „was sollen wir
khun mit der Fackel?
Löschen wollen wir sie! kühlen der Sterblichen
Herz!"
Und sie tauchten sic nieder; da mischten sich Wellen
und Liebe;
Liebende Nymphen, ihr strömt selber nun wal-lende Glut.
Herders W.z.schön.Lit.u.Kunst. X. F VrkecL.Irt,