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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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Vorrede.

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- ich, was mir gefiel, meiner Sprache eigen zumachen suchte und nur immer bedauerte, cs nichtbesser thun zu können. Manches der kleinen Dingeward zwei-dreimal versucht

Theano. Und zum drittenmal gerieth cs gewißam mindsten. Die Kleinigkeit eines Epigramms zuübersetzen, ist oft eine schwere Kleinigkeit, zumalmuß sie es seyn bei so verschiedenen Sprachen. Ichmuß Ihnen sagen, Demodor, daß ich einige dersel-ben in Prose übersetzt gelesen habe und oft nichtwußte, was man damit wollte.

Demodor. .Machen Sie es mit dem Epigrammjeder Sprache so, zumal mir dem, was auf naiverEmpfindung oder gar einer Wortstellung beruhet;es wird Ihnen eben so gehen. Oft mußte ich denganzen Gedanken umkehren, oder wenigstens für un-sre Zeit anders wenden, und so löslich ich dies that:so fürchte ich doch manchmal zur reinen Milch etwasZucker hinzugethan zu haben, nur damit cs in unsreSprache paßte.

Theano. Immerhin. Wir sind leider keineGriechen: o die Griechen!

Demodor. Und doch find die meisten dieser ge-retteten kleinen Stücke nur aus spaten Zeiten. Ge-schmack und Sitten waren in ihnen schon sehr ver-fallen; indeß, die Sprache und altere gute Vorbilderhalfen auch dem Armseligen auf. Die Form wargleichsam gegeben.

Theano. In den Anmerkungen überdas Epigramm haben Sie mich darüber belehret.