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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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Vorrede.

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Geist des Griechen, den oft flüchtigen, duftendenGeist, den feinen Gedanken, mit der Feinheit derDarstellung in unserer Sprache, nach unserer Art,wenigstens nach seiner Art zu empfinden, wollte erwieder geben. Nachbildungen nannte er cs jaselbst; nicht Uebersetzungen, welche, wörtlich gemacht,in solchen kleinen kunstlosen Gedichten selten andersals gezwungen und erpreßt ausfallen. Es ist alsokeine gerechte Anklage, er habe den Gedanken deckOriginals oft verfehlt; nein, er hat ihm eine andereWendung gegeben, ihn mit einem andern vertauscht,der dem deutschen Leser gefälliger scyn sollte, auchwohl auf etwas ähnliches und verwandtes in Gefühloder Gebilde übertragen oder mit Witz und Scharf-sinn sonst verwandelt, zuweilen auch veredelt.

Eben deswegen schien es mir auch unschicklichzu seyn, wie ich wohl in Versuchung war, zu jedemGedichtchen aus der Anthologie das Original auf-zusuchen und die Stelle, wo es steht, beizusctzen;denn hier war die Uebersetzungsrichtigkeit nicht zubeweisen, noch zu beurtheilen; eher konnte es inder Absicht gewünscht werden, daß man die Verglei-chung von dem Austausch des Bildes, Gedankensund Ausdrucks, leichter anstellen könnte. Indessenleichte Gedichtchen sollten nicht mit schwerer Schul-gelehrsamkeit belastet und erdrückt werden. UnsSprachgelehrten ist es ztvar zu verzeihen, es bringtes unsere Schulbildung mit sich, daß, wenn wirvon alter Literatur ein wenig mehr als gewöhnlich