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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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einer Auswahl, welche ganz von feinem Gefühl,verbunden mit eben so feinem Ausdruck, geleitetward. Witz ist eine Naturgabe, die Vielen milge-lheilt ist, oft mit einer Beimischung von Fremdar-tigem, das dem ftinern Gefühl nicht wohl thut,oder mit einer Anwendung, aus welcher eine übel-geartete Seele durchschimmert. Der Witz, der inunserer Sammlung hervorleuchtct, verlaßt nie dieuaivc Eleganz, die liebliche kunstlose Grazie; er istsanft" wie der spielende West, zuweilen ein bloßerzarter Hauch, kmckt nie die schwachen Halme ein;er hüllt sich immer in eine feine Bemerkung, in eingutmüthiges, frommes Gefühl; bald ist es süßeSchwermuth, bald eine heitere unschuldige Freude;immer flößt es dem Leser ein wohlwollendes, zartesMitgefühl ein, das selbst die unl»elebte Schöpfungin sich aufnimmt. Wenn andere Menschen alles aufihr Selbst beziehen, so lheilt hier der Dichter seinSelbst der stillen Natur mit, laßt den Bach sanftrieseln, die Wipfel rauschen; und tragt in das,was außer ihm ist, seine Empfindung, seine Ruhrund seinen Frieden über.

Mir kömmt es nicht zu, den Commentatvr znmachen, und im Einzelnen, auch nur als Beispiel,darzuthun, wie-oft er den kleinen griechischen Ge-bichtchcn eine neue Anmuth, ein? feinere Wendung,gegeben hat. Froh bin ich, so etwas nnchzufühlen,und lasse andere in ihrem Werth, die es nicht füh-len. Nicht übersetzen wollte er, sondern den