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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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Vorrede des Herausgebers

»v^an sagt im gemeinen Leben von Gartenfreun-den, sie hätten eine glückliche Hand, weil alles,was sie pflanzen, glücklich fortkommt. Was unserverewigter Herder schrieb, was er aus andern Schrif-ten übertrug, aus dem Alkerkhum sich zueignete,ward unter seiner Hand eine liebliche Blume, er-hielt einen Duft von Anmuth. Die Biene wirdtnstinktmaßig nach der Blume gelockt, in derenKelch der süße Tropfen verborgen ist: Herders zar'tes Gefühl nahm sogleich die Seite wahr, von wel-cher ein Gegenstand sich in reiner kunstloser Gefäl-ligkeit darstellen ließ; es war bei ihm kein langesHerumtasten, welches nur Künsteley und Affcktationerzeuget. Niemanden, der mit ihm zu fühlen weißund des Genusses einer leichten Grazie fähig ist,kann diese Bemerkung entgangen seyn. Wird esaber in irgend einer Gattung seiner Geistesfrüchtesichtbar, so ist es in den Blumen, aus dergriechischen Anthologie gesammelt'