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Das natürliche Privat-Recht
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legen; rat« lafüf ftcb ober ba§ erwarten« wenn ftc fetbjlnur ben tobten JBucbjtabe« bes> ©efe^eS raiffen? ®e-ricbt$bi>fe fallen gegen ©efe^e, bie ben Siechten beSSEIten*fcben ober beS Untertans ju nabe ju treten fcbeinen ,ihre ©rfinbc bem ©efeljgeber oorlegen; ob aber ein po»fitioc§@efeb gerecht fei;, fann bocb nicht raubet auS bentpofttioen ©efe^e, e§ fann nur au§ ben allgemeinen 3Jed)t5cgrunbfäben beurtbeilet werben. *)Unb ba ber^e Sraumeines üollfianbigen, alle gal U beflimmt entfcbeibenben,©efebbucbcS/ enblicb raobl allgemein üerfihrounben tft;fa rairb bie (natürliche) SiecbtSlebre |tet§ unb überall jraarnur ber fubfibtarifcbe, jebocb ber apobictifcb=geraiffe, allemögliche StechtSfälle entfcbeibenbe, Soter bleiben**).

*) 3ebeS Sfl e t, weil iS nur reine gorm unb 2fuS|age berSBernunft ifl (§ 3) , mujj gewif) fepn. Oie Ungewißheitli'egt immer nur in ber Tlnwenbung beä 3tfchtfatteö aufbas 5Recf)iegefe|. Sag man baS SRecht bcS tfnberen nicht fcän=teil bürfe, jrocifelt niemanb. Ob ober $. 58. ber Stadjbru:cf er ba« ©igeutbum$= ober 58eooUmächtigung$recht be$ 58er=faffer« ober 58erleger$ Beriete, barüber wirb geftrittten.©ben fo gibt eS tein obfoluteS rechtliches 2ibiapt)oron; nurin ber©ubfumtion unter bas SRechtSgefeh bann Unbeftimmt*fieit übrig bleiben. (Da mihi factum, fagten fdjon unferealten Suriflen, et dabo tibi jus.) ©. 6. S. ®. <3 d; m i b 6©runbr. beS Staturr. §. 111. folg.

**) 3n bem allgem. bürgerl. ©efefcbuche CefterreidjS ifl (§.7)auSbtücflich serorbnet, baß ein SRechtSfall, weither nach bem(pofitioen) ©efe^e, felb(t mit 3ubülfnef)mung ber Analogie,noch jweifelhaft bleibt« nach ben natürlichen Steige :fehen entfliehen werben foö.

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