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Das natürliche Privat-Recht
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al§ pofitib ju betrachten ftnb. £ief»@efehe ftnb für alle,melchc ftc burd) bie blofjeSSernunft einjufehen vermögen,.Q. ÖS. für ben 9ted;t3gelehrten) bem Snhalte nad) na=tür liehe Siechtögefefje; unb »renn fte fetbft ber gemei*nen SSernunft einleuchtcn, fo läft man bie Unroiffen*beit berfclben für leine rechtliche (Snffchulbigung bei ei*ner Ucbertretuug gelten. *) 2.) Slechtügefeke, welcheunter ber SSorauöfefjung eines ©taate§ eben*faßS oon ber SSernunft gegeben ftnb. Sicfe machen ba3 all*gemeine bürgerliche 9techt (§. 14.**) auö, unb ftnbbebingte natürliche 9rechf§gefette. **). 33et)bc erftermähnte Wirten ber 9Icd)t§gefefce erhalten aber auch 3.)nach ben befonberen äußeren unb inneren SJerhältniffcncineS beffimmten ©taateo t>erfd)iebene SHobiffcationen,roeldje bem ®efe|geber bie Älughei t an bie .§anb ge*ben muff. ***) 9tur 4.) in ben felteneit gälten, ba ftchmehrere gleich fdjicfliche Sltittel jur Erhaltung beS red)fsliehen 3mede§ barbiethen, unb ber allgemeinen Drb=>bung wegen eines beSfelben beflimntct werben muß, trittbie willführliche 2fnorbnung beS ©efehgeberä ein. Sßennman auf fotche SSeife ben SSegriff ber pofitioen ®efe&egenauer befiimmt, unb bie uerfchiebencn 2lrten ber pe=fitioen SrechtSgefcfcte unterfd;iebcn hat, fo lagt ftch leichterfennen, ob unb worin ftd; ba§ pofittoe (befonbcrS ba§priemte) 9ied;t Pon bem natürlichen unterfcheibe ****)

*) Solche ftnb bie mciften bürgerlichen ®efe|e über He ocr=fdjiebcnen 2trt ber Verträge; oorjuglidh aber bie SnminaU©efc^e.

**) ®auon tommen weiter unten (§§. 67. 90. 92.) S3c^fpiele oor.

***) ©0 lehrt SKontcSqutcu, (Efprit des loix I. VI.seq.) wie bie bürgerlichen ©efe^e nach ber SSerfcbiebenhcitbeS ÄlimaS, ber Kabrungsmege, ber Steligion, ber ®.t*ten u. f. W. uerfchieben bef^affen fetjn mäßen-

****) ffiergl.