Nasche» Laufes schritt er dahin, nur einmal stand er still,denn ihn hemmte der Gedanke, ob nicht Vinzenz in ausgefeimtcrFalschheit ihm diesen Weg gezeigt hatte und ihn scheinbar ab-hielt um ihn so sicherer drauf zu lenken und seiner entledigt zuwerden. Er konnte an solche Bosheit des Menschen nicht glauben.Und war cs nicht sein Bruder? Und zitterte nicht seine Stimmeso kläglich, als er die grause That des Vaters erzählte? Mit neuemMuthe schritt Alban dahin. Da begegnete ihm ein Wagen, erkannte den Tritt der Pferde, das Rollen des Wagens und daseigcnthümliche Peitschenknallen des Dominik. Er hatte sich nichtgetäuscht, Dominik kam mit dem Fruchtwagcn.
„Wohin noch?" fragte Dominik erstaunt.
„Gen Ncichenbach."
„Bleib heut davon, die Freischärler sind dort, ein paar hun-dert Mann, der Lenz von Röthhausen führt sic an. Ich Hab auchdeinen Namen nennen hören."
„So? Da komm ich gewiß," entgegneteAlban und erzähltenun alles Vorgegangcne. Alban war erstaunt, als Dominik ohnegroße Theilnahme sagte:
„Ich weiß schon lang, du bist doch auch kein rechter Freisinniger.Hättest du den Hof allein bekommen, es war dir nicht eingefallen,daß deine Geschwister durch das alte Herkommen verkürzt werden,du wärst halt ein großer Hofbauer wie andere, wenn auch einbislc gutmüthiger.
„Das verstehst du nicht," entgegnete Alban zornig.
„Freilich, ich bin nur als armer Knecht ausgewachsen. Waskann so einer wissen."
Alban stand betroffen, aber er wollte jetzt von nichts ande-rem wißen und ging fast zornig davon. Er hatte Dominik umein Darleihen bitten wollen, aber jetzt that er ihm diesen Gefal-len nicht.
In Reichenbach wurde Alban mit großem Jubel bewillkommt.Es klärte sich jetzt Alles ans. Der Lenz hatte dem Alban schonam Morgen einen Boten geschickt, der Bote hatte die Weisungangenommen, war aber wahrscheinlich nach einer andern Gegend