Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
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schaffcnc Wittfrau weiß, drüben im Gäu, mit einem Gut so großwie das meiuige und die Aecker noch viel besser, und sie hat nurein einziges Kind und das hat sein abgctheiltes Vermögen. Duspannst unsre beiden Fuchsen ans Bernerwägele und fährst mitdem Spitzgäbele 'nüber und besiehst dir die Gelegenheit."

„Aber Vater, warum soll ich denn aus dem Hans? Werkriegt denn unser Gut?"

„Der dem ich's gcb. Das Sach ist mein."

„Wer ist denn der älteste?"

„Still sag ich, du hast nichts zu fragen. Ich kann nicht nurMulle, ich kann auch Kuz sagen*). Nein, horch, bleib ein bislestehen und laß mich ausschnaufen. Guck Alban, ich Hab viel aufdich gewendet, du bist ein Kerle, der sich sehen lassen kann, dubist mein Augapfel gewesen... Ich brauch dich beim Teufelnicht fragen, du muht thun was Ich will . . . Nein, horch, derVinzenz ist freilich der jüngere, aber guck, da, da, du hast deinezwei Augen . . . Dn Hcidenbub, guck mich nicht so an, du mußtthun was Ich will. Red mir kein Wort. Still sag ich. Du bistjetzt freilich der älteste, aber das Gut ist jetzt auch frei, ich kannmit thun was ich mag. Ich kann's verlumpen. Alban, sei gescheitund folg mir ohne Widerred. Mit Einem Wort. Der Vinzenzkriegt den Hof. Punktum. Alban, jetzt folg mir, ich will dichnicht verkürzen, er muß dir 'rausbezahlen, daß du dir einen Hoffrei machen kannst. Sei brav und folg mir, das Kind muß denrVater gehorchen, so steht's geschrieben und so ist's von je gehaltenworden. Alban, folg mir oder ich renn dir ein Messer in Leibund wenn ich selber darüber zu Grunde geh. Da, gieb mir dieHand, die Hand her! Du fährst mit dem Spitzgäbele 'nüber undmachst, daß du den Hof kriegst. Mach mir keine Sprüng! Dukennst mich noch nicht. Ich rück' die paar Jahr an dich, die ichnoch zu leben Hab, aber komm, du folgst mir. Punktum."

Alban hatte die Hand dargereicht, sein Vater hielt sie festumklammert wie eine Zange, sei es daß er der Bethencrung