Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
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„ach Niemanden was zu fragen habe, er sprach bei den Wabl-versammlungen nie öffentlich und kann, mit einem Nachbar, aberbei der Abstimmung war er fest und sicher.

Jetzt war eine andere Zeit gekommen. Freilich war cs schön,daß zwei von den Duzbrüdern des Furchenbauern jetzt Ministerwaren. Damit sollte aber auch die Welt zufrieden sein, und un-erträglich war's, daß jetzt Jeder die Keckheit hatte, auch ein Li-beraler sein zu wollen, das ist doch etwas, was nur Leuten zu-stehl, die nach Niemanden was zu fragen haben, wie kommt soein Häusler dazu? Und himmelschreiend war's, daß jetzt auch einKind, das noch keinen Kreuzer eigen Vermögen besaß, mitstim-men durfte wie der Vater.

Ob dieser Wahrnehmungen war der Furchcnbaucr viel un-wirsch, aber er verschloß seinen Widerstreit in sich. Nur Einmalgab er ihn kund, indem er Alban befahl und als dies; nichts half,ihn sogar bat, von seinen: Stimmrechte keinen Gebrauch zu machen;aber Alban ließ sich das nicht nehmen, er hatte von der Volks-versammlung das Schlagwort mitgcbracht: „Wehrpflicht, Wahl-recht;" und was er einmal in seinem Herzen ausgenommen, ließer nicht mehr los. Alban war bei der Volkswehr und ein Jubel-tag war es für ihn, als er zum erstcnmale in seinem Leben seineStimme abgab. Vinzenz hatte dem Vater willfahrt und daraufverzichtet.

Freies Gut, freies Brod, und ein Blitz vom Himmel.

Im Laufe des Sommers kam ein Ereignis;, das auch denalten Fnrchenbauer plötzlich für die neue Zeit gewann. DerFnrchenhof war noch von Altcrsher ein sogenanntes Erblehen,ans dem mancherlei Lasten und Abgaben ruhten; jetzt durftendiese allesammt abgelöst werden. Der Hof, den man nahezu aufhunderttausend Gulden schätzen durfte, wurde durch die Ansbc-zahlung von sechstausend Gulden freies Eigenthum, an demNiemand mehr irgend einen Rcchtstitcl oder einen Anthcil hatte.In baarcin Gelde brachte der Fnrchenbauer die Summe auf