420
Vom Geist
Ueberall Dunkel und NothDickes Dunkel, gehäufte Nacht»).
— Nicht ist es dunkel mehr, wo's so dickdunkelwar!
Gleich jener alten Zeit, da er in ZabulonUnd Naphthali zuerst abwarf das Joch;
Erglänzet er auch in der spätern ZeitDen Weg am Meere, über den Jordan hin,
Das dunkle Bölkergewühl o).
Das Volk, die Wandler im Dunkel,
Sie sehen ein groß Licht!
Die Wohner im Lande der schwarzen Nacht,
Neber ihnen glanzet das Licht auf'. —
Biel sind der Völker da; und grvßauch ihre Freude p)'.Sie frcun sich, Herr, vor dir, wie man in der Erntesich freuet;
Wie sie tanzten im Freudenchor, da sie einst Raubaustheilten:
n) Es ist Jesaias Art, die Gemälde des jetzigentraurigen und des künftigen fröhlichen Zustandeszu coutrastiren; man muß also diese Contrastezusammen nehmen, wenn sie auch durch Kapitelgetrennt sind.
o) Die erste und letzte Zeit, das ^71 und
stehen mit einander im Parallelismus. Diesebeiden letzten Ausdrücke sind Conlrast gegen diegehäufte, schwere Dunkelheit und dickeNacht der vorigen Werse.
x) Das ^ halte ich für die Interjektion des Wun-sches und der Freude, wie sie mehrmals fürudinsm', o si! vorkommt!