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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräi sehen Poesie. 399

auf die Rebellen und Mißvergnügten seines Reichesan, die Salomo auch ziemlich wegschmelzte. Abernicht bloS rächend sollte das Regiment seines Stam-mes seyn, sondern mit jungen Strahlen neuerwar-mend, wie dies der 72ste Psalm, eben auch iinBilde dieser letzten Worte vom Thau und der Mor-gensonne, idyllenmaßig singet s).

Salomonische Zeiten.

Der 72. Psalm.

Gott! gieb dem Könige dein Gericht,

Gieb deinen Richterstuhl des Königs Sohnt);

Er wird dein Volk regieren recht,

Wird deine Bedrängten schützen im Gericht.

Die Berge werden dem Volk ansagen Glück,

Die Hügel ihm ankünden Gerechtigkeit x):

Daß er des Volks Bedrängten stehet bei,

Die Söhne des Armen rettet er,

Den Unterdrücker zermalmend.

e) Da David ausdrücklich hier das Bild vom be-fruchtenden Lhau als ein Wort des Gottes-Ora-kels über die Regierung seines Geschlechts ansührt,so ist damit unsre Erklärung von Ps. rro, z. au-thentisch bestätigt.

ts Der Parallelismus zeigt, daß der Psalm eineGläckwünschung auf den ersten sey, dem 2 Sam. 7.so viele Segnungen zugedacht wurden,g) Auch hier sind die Berge und Lhäler genannt,wie Ps. 2. no. In der zweiten Reihe fehlt dasVerbum.