der Ebräi sehen Poesie. 399
auf die Rebellen und Mißvergnügten seines Reichesan, die Salomo auch ziemlich wegschmelzte. Abernicht bloS rächend sollte das Regiment seines Stam-mes seyn, sondern mit jungen Strahlen neuerwar-mend, wie dies der 72ste Psalm, eben auch iinBilde dieser letzten Worte vom Thau und der Mor-gensonne, idyllenmaßig singet s).
Salomonische Zeiten.
Der 72. Psalm.
Gott! gieb dem Könige dein Gericht,
Gieb deinen Richterstuhl des Königs Sohnt);
Er wird dein Volk regieren recht,
Wird deine Bedrängten schützen im Gericht.
Die Berge werden dem Volk ansagen Glück,
Die Hügel ihm ankünden Gerechtigkeit x):
Daß er des Volks Bedrängten stehet bei,
Die Söhne des Armen rettet er,
Den Unterdrücker zermalmend.
e) Da David ausdrücklich hier das Bild vom be-fruchtenden Lhau als ein Wort des Gottes-Ora-kels über die Regierung seines Geschlechts ansührt,so ist damit unsre Erklärung von Ps. rro, z. au-thentisch bestätigt.
ts Der Parallelismus zeigt, daß der Psalm eineGläckwünschung auf den ersten sey, dem 2 Sam. 7.so viele Segnungen zugedacht wurden,g) Auch hier sind die Berge und Lhäler genannt,wie Ps. 2. no. In der zweiten Reihe fehlt dasVerbum.