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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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394
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Vom Geist

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Ich ordne dich mir zum Melchisedek g)! "

- ; .

y) Daß sffsD einer sey, der sich zu Gott nahendürfe, ist bekannt; so fern leitete also jetzt schondie Nähe bei Gott zu diesem Ausdrucke. DerParallelismus aberKönig der Gerechtig-keit" zeigt den Sinn genugsam. Das solltenursprünglich die Priester seyn: Da David die Ladeauf den Zion holte, wollte er sie dazu wieder cin-kleiden. (S. Ps. 1A2, g.) Wie weit es damit ge-kommen, wissen wir nicht; genug aber, 2 Sam. 8 ,r 8 . waren die Söhne Davids Priester,

d. i. Rieht er, David also der oberste Priesterder Gerechtigkeit, der hier in einer schönen An-spielung Melchisedek heißt. An eben dem Orte,wohin David die Residenz legte, war dieser ehr-würdige Patriarch einst Priester der Gerechtigkeit,König des Friedens gewesen. Offenbar ists derZweck des Psalms, dem Könige zu sagen, daß erjetzt in einer Ruhestadt, zu Salem, prächtig undsicher wohne; Gott werde für ihn fürder, als seinMitwohncr jetzt, was noch nicht vollendet sey,vollenden. Er solle als König der Gerechtigkeitund des Friedens ausruhen; Gott werde weiterfür ihn kriegen.

Aber, was ist das Der Paral-

lelismus zeigt deutlich, daß es eben der Schwur,das Familie np actum sey, durch welchesDavids Familie auf spate Zeiten hin zurKönigs- und also der vorbenannten Priester-würde erhöht ward. Es ist genau das, was imsten Psalm heißt, Gottes unverbrüchlichesWort und Pactum. Das Wort Melchisedek,