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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Dom Geist

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Nie reuet ihn der Schwur:

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Soll ich poetisch paraphrasiren, so hieße es:

Der Milde sanfter Regen fließtRings auf mein heilig Land,

Da, König, du, zur Seile mirDen Herrscher-Scepter führst.

Wie aus der Morgenrörhe SchvoßIch der Erquickung ThauErzeuge: so erzeug' ich dich,

Bild meines Segens mir.

Indessen ist damit die Erklärung noch nicht vollen-det: denn wie käme das Distichon hieher? Ineinen Psalm, der mit blutigen Krisgsbildern en-digt? Daß letzre hindert nicht: denn im fol-genden Verse sind eben noch friedliche Bilder vomKönige der Gerechtigkeit und dem Priester anGottes Leite; erst im 5len V. gehen die Bilderder Schlacht an. Sollte also dem Könige etwablos gesagt werden wollen, daß er jetzt an derSeite Gottes mildthatig, gerecht, ruhig wohne?Ich glaube es nicht: denn aus Streitsucht führteDavid nicht Krieg, sondern aus Noth; von Härleund Ungerechtigkeit haben wir in seinem Lebenkeine Proben. Lasset uns die Geschichre aufschla-gen, und sie giebt uns Auskunft. Als David denJehorah auf den Berg Zion brachte, erschien ernicht leer: Opfer und Gaben waren mit ihm:Opfer an Gott: Gaben für das versammlete Volk