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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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391
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Geschworen hat Jehovahp);

nun das Erste? und daß Parallelismus würde?Laß der Parallelismus laut riefe : dies ist die Be-deutung . Laßt uns versuchen. Die gewöhn-lichen Lesarten:dein Volk der Freiwil-ligkeiten! in den Glänzen der Heilig-keit" Heben durchaus keinen Sinn, und ich willmich insonderheit bei dem nicht

aufhalken. Wem fallt nicht sogleich aus dem ähn-lichen zweiten Psalm der ""IN und aus

so viel andern Psalmen die ein, die

auch Symmachus hat; und sogleich geht uns einStrahl auf, daß etwa Parallelismus mit demLhaue ausder Marge nröthe werden kön-ne. Und er wirds. N2NI heißen, wie jeder-mann weiß, Gütigkeiten, freiwillige Gaben; siehaben im Ebräischen, ihrem Ursprünge zu Folge,das Bild des triefenden Thaues, des sanfterquickenden Regens mit sich; ein Ausdruck, derzu den dürren Bergen Zions sowohl passet, alszum Lhau der Morgenröthe; zumal wir finden,daß gewöhnlich im Ebräischen Thau und Re-gen einander parallelisiret, und die Milde einesglücklichenKönigs damit verglichen werde ls. -Sam.-3, 3. I». Ps. 72, 6. 7.) Und nun sind beideBerse im ungezwungensten Sinne und Parallelis-mus da: denn daß gelesen werden müsse»verstehet sich von selbst. (Die Construction mitist ein Lieblingsausdruck der Psalmen, undmehrere alte Uebersetzungen haben so gelesen.) Hiersind also die Verse: