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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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390
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Hab' ich dich mir erzeugt o). "

«) Vielleicht wundert sich mancher beim ersten An-blicke der Ucbersetzung dieses Verses; er gehe abermit mir den Text durch, und ich wünsche, daß ermir beistimmen möge. Daß es der gewöhnlichenLesart beinahe Wort für Wort am Sinne fehle,weiß ein jeder; es bekennen's auch so viel Versu-che zu Aufklärung dieser Stellen, ohne daß doch,wie mich dünkt, der Parallelismus bisher auf ei-nige Weise befriedigt wäre. Wir fangen vomletzten Worte an. Da das schwerlich zu

rechtfertigen stehen so bringt uns der zweite Psalm,der diesem im Inhalte so ähnlich ist, leicht aufdie Spur, daß es seyn dürste, und das

Bild des Lhaucs aus dem Schooße der Morgcn-röthx stimmt ihm offenbar zu. Welch ei» schönesBild! Kann es ein sanfteres in der Natur ge-ben, als; ich habe dicb mir erzeugt, wieden Than aus der Morgenröthe: undkann ein prägnanteres zu dem Amecke seyn, waseine königliche Regierung seyn soll? Aber dasböse Wort: ^2 7^! Wird mans auswerscnmüssen ? ists eine Randglosse gewesen? Ich glaubenicht. Man theile und setze das 2 vor wiemehrere alte Uebersetzungen gelesen haben: sowird der schönste Sinn, und dem übrigbleibenden^ fehlt wahrscheinlich nur sein Das O vorist entweder die Form des Romen oder vomvorigen Worte hingekommen; es kann uns alsonicht hindern. Das zweite Hemistichium wäre al-so in einem leichten paffenden Sinne da. Aber