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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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389
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Der iiote, ein Königspsalm.Jchovah spricht zum Könige:

Laß nieder dich zu meiner rechten Handl),Bis deine Feind' ich dir darnieder gelegtZu deiner Füße Tritt»

Vom Zion reckt Jehovah nun '

Den Scepter deiner Macht umhcrni):

Sey König in der Mitte deiner Feinden)!"

Frciwill'ge Gaben sind mit dirAm Tage deiner SiegesprachtAuf meinen Heilgen Bergen;

Vom Schooß der Morgenröthe, wie den Thau

1 ) Zur Rechten Gottes ist ein gewöhnlicher AusdruckDavids für: ihm zur Seite. S. Ps. gl, 7»Ps. 16, ii. (Gott ist ihm, er ist dem Armen zurRechten.) Ps. 16, 8. Ps.iog, 3 i. Ps. 121, 5 . Der Spruch Gottes an David giebt ihm alsoeine Ruhe- und Ehrenstelle auf dem heiligen Ber-ge, dem Tempel Gottes zur Seite, bis Jehovahfür ihn alle Feinde überwunden. Der folgendeVers crklgrts gleich deutlicher: denn mit ihm gehtsofort die Ausrichtung des göttlichen Spruchs an.in) Den Königssceptcr. Jehovah reckte ihn jetzt selbstin seinem Namen aus, als sein Mitgehülfe derRegierung auf diesem Berge. Nichts soll ihn be-unruhigen: alles soll ihn ehren.r>) Die meisten Feinde Davids waren noch nicht be-siegt, da David auf den Zion zog und die Ladedahin holte. Ihre Uebcrwindung gieng aber balddarauf an (s. 2 Sam. 6-8.), wie hier sogleichB. b. im Psalm.