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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
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Vom Geist

des Himmelsköniges vereitelt ihre Nathschlüsse: denn,dies furchtbare L ächeln wird im Angesichte des Dich-ters schon mächtiger Donner. Er spricht zu ihnenund Ein Blitzstrahl treibt sie aus einander. DerDichter hört die Sprache des Donners und erklärtsie: sie war kurz und majestätisch, wie der Him-

melskönig nur sprechen durfte; der König auf Er-den erklärt seine Verordnung deutlich. Er giebt ih-nen Rath und Lehre, aber auch kurze Bedenkzeit,und schließt mit einer Gnome aus die Treuen desLandes. Schönes Gemählde! in jedem Wortetreffend und fortschreitend!

Aber auf wen triffts? für wen ist das Ge-mählde in seiner ersten Entstehung so lebendig undfortschreitend? Ich wüßte nicht, wenn man ohnefremde Eindrücke urtheilen wollte, auf wen cs ur-sprünglich verfaßt seyn könnte, als auf David.Wer wohnte zur Zeit der Psalmendichtung auf demBerge Zion? wen setzte Gott zu seinem Sohne undStatthalter auf diesem Berge ein, nach andern deut-lichen Psalmen? wer hatte so viel Feinde in- undaußerhalb Judäa als er? und wer siegte über allediese Feinde so ausgezeichnet herrlich? Gewiß dieHälfte der Psalmen ist von dieser Materie voll und

Wenn er Gott redend einführt, citirt er jedesmalseine Worte. Das angebliche Dramatische dreierPersonen fallt also weg; mit ihm würde der Fort-gang der Ode zerstöret. Man vergleiche sie mitder ähnliche» Ode des Horaz: <xno, guo soele-k.ti ela.: mich dünkt,' die Ebräische ist reicher,kürzer und wohlgeordneter in ihren Gliedern.