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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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385
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der Eb ratschen Poesie. 285

Und huldiget dem Sohn, daß er nicht zürne,

Und raff' euch auf dem Wege wegt);

Denn augenblicklich wird sein Zorn entbrennen;

Und wohl dann allen, die ihm hold und treu sind Z).

Den schönen lyrischen Fortgang des Psalms bemerktein jeder kr). Kühn und abgebrochen fangt er miteinem fluo? <suo scelesti luitiü? an, und entwirftin wenig Worten das ganze Gemahide ihres Geräu-sches, ihres Ausammentretens, ihrer vergeblichen Un-ternehmung. Ein Blick vom Himmel, Ein Lächeln

Ehrerbietung durch das gewöhnliche

die Anbetung zur Erde; sie stellen sichsodann als Vasallen im Kreise um seinen Thron:er läßt sie zur Huldigung und sie küssensein Knie. Das Bild geht fort und kein

Wort ist vergebens.

k) Der Zweck des Gedichts ist, ihnen zu sagen:hiergelte keine lange Bedenkzeit. Sie sollten eile»oder mitten auf dem Wege kbnnlensie wcggeraffrwerden." Das Bild ist genommen von einer Ca-rawane, die mitten auf dem Wege der erstickendeSamum tobtet. (Vergl. B. ö. und die unmittel-bar folgende Reihe.)

ß) Es ist mehrmals gesagt, daß das trauen, glau-ben in den Psalmen so viel heiße, als hold und^reu seyn; kurz die Pflicht der Unterthanen ge-gen ihren Oberherrn.

lr) Chöre finde ich in diesem Psalm nicht: es sprichtauch nur Eine Person, der königliche Dichter.

Herders Werke z. Rel, u. Lheol, H. B b