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der Eb ratschen Poesie. 285
Und huldiget dem Sohn, daß er nicht zürne,
Und raff' euch auf dem Wege wegt);
Denn augenblicklich wird sein Zorn entbrennen;
Und wohl dann allen, die ihm hold und treu sind Z). —
Den schönen lyrischen Fortgang des Psalms bemerktein jeder kr). Kühn und abgebrochen fangt er miteinem fluo? <suo scelesti luitiü? an, und entwirftin wenig Worten das ganze Gemahide ihres Geräu-sches, ihres Ausammentretens, ihrer vergeblichen Un-ternehmung. Ein Blick vom Himmel, Ein Lächeln
Ehrerbietung durch das gewöhnliche
die Anbetung zur Erde; sie stellen sichsodann als Vasallen im Kreise um seinen Thron:er läßt sie zur Huldigung und sie küssensein Knie. Das Bild geht fort und kein
Wort ist vergebens.
k) Der Zweck des Gedichts ist, ihnen zu sagen: „hiergelte keine lange Bedenkzeit. Sie sollten eile»oder mitten auf dem Wege kbnnlensie wcggeraffrwerden." Das Bild ist genommen von einer Ca-rawane, die mitten auf dem Wege der erstickendeSamum tobtet. (Vergl. B. ö. und die unmittel-bar folgende Reihe.)
ß) Es ist mehrmals gesagt, daß das trauen, glau-ben in den Psalmen so viel heiße, als hold und^reu seyn; kurz die Pflicht der Unterthanen ge-gen ihren Oberherrn.
lr) Chöre finde ich in diesem Psalm nicht: es sprichtauch nur Eine Person, der königliche Dichter.
Herders Werke z. Rel, u. Lheol, H. B b