Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
381
Einzelbild herunterladen
 

der Ebraischcn Poesie.

33r

Die Könige der Erde stehen auf!

Die Fürsten daun Anschläge mit einander t)Entgegen Jehovah,

Entgegen dem, den er gesalbt u).

Brechen laßt uns ihre Bande,

Won uns werfen ihre Fesseln! "

Der im Himmel thronet, lacht:

Jehovah spottet ihrer.

Schon spricht er sie an in seinem Grimm,In seinem Zorn scheucht er sie aus einander x):Ich habe meinen König eingesetzt 7)

t) Ich habe dem Worte seine ursprüngliche Meta-pher, die hier freilich nur Nebenbedeutung ist,gelassen, weil die Idee des schönen Ganzen dieserOde mit der Geschichte 1 Mos. n. Aehnlichkeithat; hier freilich denZeiten und dem Gegenständegemäß. Wie dort, lacht auch hier Jehovah undtreibt sie durch ein Wort aus einander,n) Johovah und sein irdischer Stellvertreter stehnim ganzen Gedichte neben einander und gleichsamals Eine Person da. Dieser ist nur im Namensenes da, und hat von ihm seine Hoheit.

x) Im Donner spricht er zu ihnen; im Blitze scheuchter sie aus einander. Jener ist bei den EbraernSymbol der Zorn spräche Gottes, so wie die-ser seines schnaubenden Othems. Der Paralle-lismus setzt also das Bild schön fort, und dieWorte des folgendes Werses sind eben die kurze,erhabene Donnersprache Jehvvahs.

7) Ich bleibe hier bei dem ebraischen Texte undglaube, daß der Grieche, nur um die Sprache