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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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379
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der Ebräischen Poesie. Z79

konnte es von David heißen x), daß er auf demThrone JehovahS sitze; in der Poesie kann eralso gar ein Solm Gottes, d. i. der Vertreter sei-ner Stelle auf Erden, heißen. Jedermann kennetden vielfachen Gebrauch des Wortes Sohn in derebräischen Sprache: die alle Familien-Einfalt ihresBaues machte ihn zu einem Lieblingsausdruck. VonKönigen, als Gvttersöhnen g), ist er allen altenSprachen gemein, und andre morgenländische Vol-ker haben ihn in tausend Titeln und Namen sehrübertrieben r). Es findet also kein Zweifeln statt,wenn wir folgende Stelle lesen s):

Ich fand den David, meinen Knecht,

Und salbte ihn mit meiner Hoheit Oel;

Und meine Hand soll mächtig mit ihm seyn,

Mein Arm soll starken ihn, daß ihn kein Feind an-scheuche,

Daß kein Murhwilliger beleidig' ihn.

Zerstoßen will ich die Feinde vor ihm her,

Und die ihn hassen, schlage ich.

Mein treues Wort und meine HuldSoll mit ihm seyn:

Von meinetwegen soll sein Horn sich heben hoch,Daß seine Hand sich strecke bis ans Meer,

Und seine Rechte bis zum Euphrat hin.

x) 1 Chron. 3 o, - 3 . Sein Königreich heißt dasReich des Jehovah. 1 Chron. 29, 5 .g) Die des Homer sind jedem bekannt.

r) Sie nennen sich Sohne des Himmels, der Sonneund des Mondes u. f.

s) Ps. 8g.