Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
376
Einzelbild herunterladen
 

376

Dom Geist

schoben sind, wie z. B- der i44ste zeiget. V. 1-8.ist ein eigner Gesang; mit dem gten D. geht einneues Lied an, das sich plötzlich von den Feindenauf die Wohlfahrt Judäa's also wendet.

Daß unsre Söhne blühn wie junge Bäume,Aufwachscnd in der Jugend Zier:

Und unsre Töchter seyn wie schöne Säulen,Bildsäulen im Pallast.

Und unsre Vorrathskammern voll von VorrathIn jeder Art:

Und unsre Heerden tausende gebährend,Zehntausende gebährend auf unfern Au'n.

Und unsre Stiere stark; und keine Wehklag',

Kein Schade, kein Verlust auf unfern Auen sey.Wohl ist dem Volk, dems also geht!

Wohl ist dem Volk, das sein Jehovah segnet!

Mit dem 65 sten Psalm ists ein gleiches; von krie-gerischen geht er zu ländlichen Wünschen über.Welch ein schönes Bild ists, wie der Hirte Israels,der zu Kriegen aufgcrufen wird, sein Volk weidet:

Israels Hirt! vernimm m) IDer Joseph leitet, wie ein Hirt die Heerde.

Du Gort, der über den Cherubim thront,

Glänz' auf dein Angesicht vor EphraimUnd Benjamin und Manaffe:

Erwecke deine Macht und komm zu Hülfe uns. .O Gort! erquick' uns wieder,

Glänz' aufdein Angesicht: so ist unsHülfe da.

m) Ps. 8-,.