Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
370
Einzelbild herunterladen
 

Vom Geist

370

Vor deinem Angesicht such' ich mein Recht!

Dein Auge siehet auf Rechtschaffenheit.

Du prüferest mein Herz, durchsuchst es in der NachtUnd lauterst mich und sinkst nicht Schlacken in mir;Denn ich sann drauf, daß nie mein Mund abwiche.Wenn ich an deiner Stelle,-redete,

In jedes Sache hütete ich michFür schnell durchfahrendem Wertst)

Ich rief dich an; und du erhörtest mich;

So neig' auch jetzt dein Ohr und hör' mich anJa, ich Unschuldiger, ich werdeDes Richters Antlitz schaun:

Gesättigr werd' ich meiner Wünsche werden,Sobald sein Bild erwachte)

d. i- sobald er sich als Richter zeiget; alle dieseAusdrücke und Eingänge sind gerichtlich. Zm Orientkam man vor den Richter mit lautem Worte und

st) Das, dünkt mich, hießen die Worte: Zu Ge-schäften der Menschen (meiner Untertha-nen) beim Worte deiner Lippen t,denUrtheilen und Verordnungen, die ich als Königim Namen Gorres gab) hütete ich mich vorden Pfaden des Gewaltthätigen (deseigenmächtigen Tyrannen.) Der Betende erwar-tet von Gott Recht, da er nie Einem wissentlichUnrecht gesprochen oder gethan habe»c) Der Zusammenhang und Parallelismus fordert,daß das auf Gort gehe, und

dem correspondire. Gestatt, Bild, Er-scheinungszeichen heißt auch wenn eS

von Gott gebraucht wird- 5 Mos. st, r5. » 6 .