der Ebrai sehen Poesie. 363
dige Geist, der vom Vorträge abhangt, ziemlichfern ist.
Ueber dis Musik-*)
Ein Anhang.
Der Mann, der zuerst beim Gottesdienste Mu-sik Horen ließ, hatte wohl nicht die Absicht, sich demPublike als Komponisten zu empfehlen; so wenigder Prophet Nathan durch seine Fiktion von demeinzigen Schaafe des armen Mannes, den Nameneines guten Fabeldichters verdienen wollte. Er warohne Zweifel ein Mann von hoher Einsicht undGesinnung, und ein Freund und Vater seines Volks.
Die ersten Dichter jeder Nation sollen ihrePriester gewesen ferm; vielleicht geriethcn diese auchzuerst auf die Erfindung, ihren Gesängen durchSaitcnspiel mehr Eingang und Kraft zu geben. DieMusik mag indeß am Altäre entsprungen, oder indie Tempel ringeführt worden seyn; so muß manhier den Zeitpunkt cr.mehmcn, darin sie ohne alleeigene Gerechtigkeit war, und in Knechtsgestalt Wun-der that.
'Im Tempel zu Jerusalem ward nicht alleindes Herrn Gnade des Morgens und des Nachtsseine Wahrheit verkündigt auf den zehn Saiten,und mit Spielen auf der Harfe;, es ward nicht al-lein nach einem Siege wider die Philister Gott hoch
Asmus sämmtliche Werke, Th. i. S. 87.