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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Der Inhalt des Liedes, sein Affekt veränderte sichnämlich, und da die Melodie für Sänger und Ton-künstler noch nicht so genau bezeichnet war: so standim Liederbuche bei den Hauptstellen dies Nota bsno.Affektvolle Lieder baben es am meisten, insonderheitwo der Inhalt des Gesanges sich sehr verändert:einsormiglehrendc und eintönige Prachtpsalmcn ha-ben es gar nicht. Wo es am Ende des Gesangessteht, zeigt es etwa an, daß man dem Psalm nocheinen andern bcizufügcn gewohnt gewesen, wie csdenn unläugbar ist, daß man solche Verkettungenund Jneinandersügungen mehrerer Psalmen geliebthabe, r) Der Grieche übersetzt Sela durch FrccchaXzicr,das Suioas u. a durch con-

csntus mutaiio erklären. Es zeigt also an, daßdergleichen Lieder ganz durchcomponirt gewesen; nurfreilich auf die den Morgenländern gewöhnliche sehrsimple Weise, die sich dem veränderten Gesänge hierneu anschloß. Mil allem sehen wir, daß wirzwar das Wort dieser alten Lieder haben, daß unsaber, zumal in unfern Nachahmungen, der lebcn-

Morgenländer eine sehr einförmige, und, wie esden Europäern vorkommt, traurige Musik lieben;daß sie aber bei gewissen Stelle» plötzlich denTakt verändern und in eine andre Melodie über-gehen. Da wars nun wahrscheinlich, wo in denPsalmen steht: Sela.

r) i Chron. 16 . sind Theile aus vier Psalmen zu-sammengesetzt. Ps. 3o. S3. sind wahrscheinlichauch zusammengesungen worden. So mehrere.