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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebraischen Poesie.

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Lustbau, der je die Wolken berührte, zwar das Ohrdes Kenners ergötzt, ober ein wahres Babel in denEmpfindungen dessen wird, der nur gerührt zu wer-den wünschet. Sollten die durch Kunst getrenntenSchwestern, Musik und Dichtkunst, sich einmalwieder inniger lieben lernen, so wirds abermals hei-ßen : ein Lied zur Harfe, ein Lied zur Flöte: "wie bei den Gesängen Assaphs und Davids. Durchdas Studium eines einzelnen Instruments lernetman die Gattung der Leidenschaft, die cs wecket,den Ton des Herzens, den es regt, tiefer kennen;und wer dies in der lyrischen Poesie glücklich aus-drücken könnte, käme damit weiter als durch allekritische Regeln

3. Da die alw, Zeit und noch jetzt der Orientnichts vom Lehrgebäude unsrer Harmonie weiß, dadie Poesie der Psalmen offenbar nur freie Sylben-maaffe hat und wenig oder keine eigentliche Scan-sion nach unsrer M-ise kennet, so sind wohl alleVersuche vergebens, unsre Sprache nach jener, oderjene nach unserer zu modeln. Freie metrische Re-gionen schweben in der Luft: Melodie und Affektbestimmen das Glcichmaas oder die Abwechslung der-selben nur im Allgemeinen. Das sagen in den Psal-men die so oft verkommendenSela." Wenn mandie entscheidensten'Stellen vergleicht, so wollen sieoffenbar weder Pause, noch ela Lsxo, noch Inter-mezzo; sondern Veränderung der Tonartsagen, die sich entweder wachsend oder durch Uebergangin einen andern Takt und nioäuni äußern konnte

g) Aus allen Sicisebeschrelbungen weiß man, daß die