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Dom Geist
unter freiem Himmel zuschallte: so wirb damit dieMenge der Sänger und lauten Instrumente begreiftlich. Lieber gehörten z. B die Castagnetten, dieAdufe, manche Arten der Posaune und Pfeifen: eswar eine Art kriegerischer Musik, weil der GottZions, ein Herr der Zebaoth, d. i. der Schlacht-Heere war; wozu auch der. Inhalt vieler Psalmenaugenscheinlich eingerichtet worden. Wenn es heißt,daß Assaph die Castagnetten geschlagen, so werdendiese damit nicht als sein einziges Instrument ge-mannt, sondern er lenkote mit ihnen das Chor, erschlug den Takt; bei einzelnen Gesängen aber weissagte,d. i. dichtete auch er auf Saiten.
2. Die sanftere Musik der Dichtkunst wareneinzelne Instrumente; daher wird dieser Gesang derFlöte, jener der Cither und Harfe, ein andrer demHerne zugeschrieben Es scheint, daß die Alten, beidenen Ton- und Dichtkunst inniger verbunden wa-ren, sich mehr darauf gelegt, jedem Instrumentefeinen eigentlichen Affekt abzugcwinnen und ebendamit auch die Poesie zu bezeichnen: denn es brauchtkeines Erweises, daß jedes Instrument mit seinemrignen Tone auch gleichsam eine eigne Region derEmpfindungen habe: daher man frappante Beispielehat, was gewisse Töne auf diesem oder jenem. In-strumente, die eben dieses Hörenden Licblingsgangewaren, aus ihn wirkten. Da alle Kraft der Musi?auf Simplicitat-beruhet: so hat mit einfachen Tö-nen eines geliebten Instruments der Tonkünstler dasHerz des Liebhabers in seiner Gewalt und spieltgleichsam unmittelbar auf demselben; indeß das har-monische Geschrei aller Instrumente, der künstliche