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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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V o ni Geist

ser Sammlung. Seine Nationalgesange sind kurzrund, feurig: der gbste Psalm ist eins der schon

sten Epsthalamien, der 42 stc'eine der schönsten Elegicn wir merken uns den letzten zum Beispiel:

Sehnsucht nach Jerusalem.

Der tz.2. HZ. Psalm.

Wie der Hirsch sich schar nach Wasscrquellen,So schmachtet meine Seele, Gott, nach dir:

EL durstet meine Seele hin nach Gott,

Nach dem lcbendgen GottZ):

WanN werd' ich wieder kommenUnd Gottes Antlitz schaun!

Längst waren meine Thranen mirMorgen- und Abendbrod;

Da Lag für Lag man zu mir sprach:.

Wo Hilst dir nun dein Gott?

Da dacht' ich denn, (und floß in Lhranen überWie ich einst auch zu Gottes Lempet ging,Mitging im Haufen Jubelnder,

Danksingcndcr, im lauten tanzenden Chor.

Was gramst du dich, mein Herz, in mir,

Und pochst unruhig auf?

Erwarte Gott! auch ich werd' ihm noch danken,Ihm meinem Retter, meinem Gott!

Und dennoch grämt sich meineSeele noch!So will ich denn auch hier an dich gedenken,

x) Der lebendige Gott wird sonst tobten Götzenbil-dern entgegen gesetzt; hier wird der Ausdruckschön verwandt auf die lebendige Quelle, nach dervon diesen Quellen der Sänger sich sehnet.