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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Po'.esie.

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Denn sprichst du auch dem Stärksten

Ei» hartes Wort nur über sein Vergehen zu:

So schwindet er, als zehrten ihn die Motten;Nichts ist, was Mensch nur heißt.

Hör' also mein Gebet, Iehovah,

Vernimm mein Angstgeschrei,

Und schweige, wenn ich weine, nicht.

Ein Fremdling bin ich hier vor dir,

Ein Wanderer, wie alle meine Vater.'

Steh ab von mir, daß ich mich wieder stärke,

Eh ich hingeh' und bin nicht mehr.

Ein zartes Lied, vermutlich in Krankheit gemacht,und ganz in Davids Weise, voll seiner individuel-ler Empfindung. Wer diese liebt, wird Davids Ge-sang, wer Lehre liebt, Assaphs Psalm, wer lyrischeFiktion liebt, wird das Gedicht der Kinder Korahverziehen, das sich über das Schicksal der Bösen bisins Todtcnreich wagte. Noch einen andern lehren-den Psalm (Ps. 3 y) hat David über dieselbe Ma-terie : cs giebt mehrere solcher lyrischer Wettstreitein den Psalmen, insonderheit in Nationalliedern(Vergl. Ps. 46. und 76. Ln. 85 . 44. 78. u. f.)Sie gegen einander zu halten, ist eine angenehmeMühe, die sowohl den Charakter des Dichters, alsseine Gesangweise erläutert.

III. Gesänge der Kinder Korah,Waren diese Gesänge von David? warum sollteer bei ihnen nicht genannt scyn? da ihm und auchAssaph vielleicht Gesänge zugcschriebcn sind, die wahr-scheinlich in spätere Zeiten gehören. Wahrscheinlichsind sie von einem aus Hcmans Chor und ihrVerfasser ist vielleicht der prächtigste Liederdichter die-