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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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348
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Vom Go ist

Der Schmerz empörte sich in mir;

Mein, Herz erglühte mir im Innersten:

Wenn ich nachdacht', entbrannte Feur in mir;

Und meine Zunge spracht).

Jchovah, lehr bedenken mich mein Ende,

Wie kurz mein Leben sey!

Wie bald ich muß davon!

Sieh, eine Spanne ist mein Leben nur,

All' meine Zeit ist wie ein Nichts vor dir,

Ein leerer Schatte nur ist Menschenleben,

Das sich so bleibend denkt e).

Ja wohl! im Schattenbilde gehtDer Mensch, als war' er Held, daher!

Ereifert sich und gisbt sich Müh umsonst,

Sammlet und weiß doch nicht für wen?

Worauf denn hoffe ich?

Du, Herr, bist meine Hoffnung!

Befreie du mich nur von meinem Fehlen

Und mach mich nur dem Narren nicht zum Spott;

So schweig' ich und will meinen Mund nicht öffnen,Du, Herr, wirst alles thun k)!

Nimm deine Plage nur von mir!

In Ohnmacht lieg' ich, Herr! weil deine Hand michtraf;

ä) Murrend nämlich. Es ist fein und schön, daß erdie Worte des Murrens nicht anfähret; der Ge-sang wendet sich sogleich weiter.

e) Das im Originale ist kurz und schön.

f) Du wirsts besser ausführen, 'als ich dir vorzeich-nen könnte.