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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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341
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der Ebräi scheu Poesie. 3^,

Treue schwöret: so sind alle diese Ausdrücke reelleeigentliche Landessprache. Wenn er die Wunder,d. i. die treffende Schönheit und Vortrefflichkeit dermosaischcn Gesetze rühmt, und flch so oft anheischigmacht, nach ihnen zu regieren: so war er damitkein muffiger Frömmling, der nur mit seiner Harfeknien wollte, wie er gemalt wird; eben in denenPsalmen, wo cr von seiner Liebe zum Gesetze Got-tes redet, redet cr von seinem Flcißc in Geschäften,von der Bewahrung seines Herzens, sich nicht füreigenmächtig und zügellos zu halten, kurz von sei-ner Hochachtung gegen Landesgesetze und Landesge-brauche. Daß cr diesi zu thun schuldig war, fühlteer sehr gut; am meisten, wenn er abwich und ihnGott strafte.Ich habe gesündiget gegen Jehovah,den Landcsgokt; was haben aber diese Schaafegethan?"

Mögen diese wenigen Züge zeigen, mit wel-chem freien und verständigen Geiste die Psalmen'Davids gebraucht werden müssen, wenn sie für unsseyn sollen, was sie für ihren Urheber waren. Auchhier ist Poungs Regel anzuwenden, daß man denAlten oft am nächsten komme - wenn man sich amweitesten von ihnen zu entfernen scheinet. Die Blü-the allgemeiner Lehre und Zierde soll in uns über-gehen: alle süßen Worte und Gesangesweiscn kön-nen, wenn unscriHerz ihnen zuspricht, auch dieunsrigen werden; jede blinde Nachahmung ist aberauch hier Vaalsdicnst, Farren und Kälber derLippen, d. i. unvernünftige Worte. Nur dann ,werden uns einzelne Psalmen lieb, wenn wir sie ineinzelnen Fallen des Lebens als die eigenste Sprache