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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Eine morgenlandische Idylle.

Psalm 23 .*)

Mein Gott/ der ist mein Hirt!

Wo ich geh und steh.

Wo er mich führt / wie er mich führt,

Was fehlt mir je?

Jetzt ruh, jetzt lagr' ich michAm Bach der Au':

Auf grünender Au', am kühlenden Bach,

Im Morgenthau.

Dann weckt, dann führt er michMit neuem Muth,

Richtigen Wegs, sicheren StegsZu neuem Gui.

Und auch im Thal der Nacht .

Warum fürcht' ich mich?

Meines Hirten Stab, meines Hirten Schall,Die trösten mich.

Und hinter Graun und Nacht,

Im dunkeln Thal,

Siehe, da steht, Feinde, da sehtMein Freudenmahl!

Seht, Freudenöhles traustMein lockigt Haar!

Becher, du schwebst, Becher, du schäumstAls trunken gar.

*) Aus der Handschrift des Verfassers, dessen Lieblingspsalm der r3ste war.