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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
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Vom Geist

Zoo

uame des Volks, weil seiwe Psalmen das Lieder-buch der Nation waren, sofern diese irgend anGottesdienst, Musik und Poesie Thcil nahm.So ist also die Sammlung Psalmen entstanden,die wir unter dem Namen Davids haben. Nichtalle sind von ihm und aus seinen Zeiten; aus frü-hem aber ist nur der einzige Gesang Moses, unddie später» folgen offenbar seinem Vorbilde, wennsie nicht gar ihre Gesänge ihm selbst zuschreibcn.Die Ucberschrift -pl's'7, wo sie ohne weiteredeutlichere Bestimmung stehet, scheint so allgemeinzu sepn, als man in Weisheitsprüchen und süßenLiedern alles auf Salomo schrieb, was einigermaa-ßen in seine Zeit und auf seinen Charakter paßte.Kurz, dem glorreichsten Könige in Israel gelang cs,den lyrischen Dichterkranz mit der Sieges- undKönigskrone zu vermählen. Wo bei den Ebenemvon schönem Gesänge die Rede ist, , nennt manDavid.

Nun ists unläugbar, daß David den lyrischenGesang der Ebräcr sehr verfeinert und verschönerthat. Lehrreiche Entwickelungen der EigenschaftenGottes , der menschlichen Natur, einzelner Tugendenund Laster, des Glücks und Unglücks der Frommenund Bösen fangen mit den Psalmen an, da sieim Gesetze Moses und in den wilden Zeiten derRichter noch nicht Platz fanden. Die kriegerischeTuba ward durch den Gesang der Hirtenflöte undsanftem Traucrharse zu einem mildern Ton gestimmt:denn so harte Gesinnungen auch noch in einigenkriegerischen Psalmen Vorkommen mögen, so ist dochder allgemeine Ucbcrgang ins Sanftere unläugbar.v