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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Poesie. 299

ordnete auch in weit höherm Maas, als sie cs vor-der gewesen war, Musik und Dichtkunst zur Feierdes Gottesdienstes, zur Pracht des Tempels. Viertausend Leviten, mit besondcrn Kleidungen ausge-zeichnet, wurden unter Gesangmcistern ( N22O )in Elasten und Chöre geordnet; deren berühmtestedrei, Affaph, Heman und Jedithun, wir auch inProben ihrer Kunst kennen: denn die Kinder Ko-rah gehörten wahrscheinlich zur mittleren Clafse.David selbst fuhr fort, auch als König, die Schatzedieser Tempelmusik zu vermehren. Gefahren undSiege, zumal die größeste Gefahr, als Absalomsich empörte, weckten die entschlafene poetische Stim-me seiner Jugend wieder: auch Königssorgen undKönigsgcam sang seine Harfe. Jede gute Anstalt,die er machte, insonderheit die Heiligung des Ber-ges Zion, ward durch seine und seiner Dichter Lie-der in ein allgemeines Licht gestellt: sein ganzesReich lebt noch in den Psalmen. Diese wurdenan den öffentlichen Festen gesungen; geblendet vonder Pracht des Königes und der Hauptstadt sangdas Volk sie mit Begeisterung nach: als königlichePsalmen wurden sie aufbewahrt und erhalten: manrcihete daran, was man an sie reihen konnte: manahmte nach, was irgend nachzuahmen war. DieDichter Davids folgten dem glanzenden Beispielihres Königs, nicht nur, daß sie sangen, sonderndaß sie auch wie Er sangen; und warum solltendie folgenden Zeiten, in denen David schon ein hei-liger Name, Vater des ganzen Königsgeschlechts undewiger Hoffnungen war warum sollten sie einemso glorreichen Vorbilde nicht folgen? Selbst diePropheten folgten ihm, weil David der Lieblings-