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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Dom Geist

Auch Mcphiboseth ist dir's zu verzeihen, edlerKönig, daß du den einzigen Sohn deines Jugend-freundes der falschen Anklage seines Verrathersschnell aufopfertest und ihm seine Güter nahmst,und ihm, auch da die Anklage sich falsch fand, sienicht dreifach erstattetest, sondern nur halb wieder-gabest i)? Und wie traurig wars, daß du die Kin-der Sauls, die alle doch Brüder Jonathans waren,der grausamen Bitte einer Stadt zu so schändlichemLode aufopfern mußtcstle)? Hier ist Davidsschöne Elegie; mir bleibt das Herz Jonathans hei-lig : sein Name ziere ewig den Altar der Freund-schaft!

Klagegesang Davids um Jonathanseinen Freund.

Israels Reh ! so bist du auf deinen Höhen ver-wundet!

Chor. Achgefallendie Helden! wie sind

die Helden gefallen!

SagtS nicht an zuGath! Nerkündigets nicht aufden Straßen

Asklons! daß sich nicht freuen die Töchter der Phi-lister ,

Daß nicht Hüpfen vor Freude der UnbeschnittenenTöchter!

i) 2 Sam. r6, st. 2 Sam. ig, 2g.k) 2 Sam. 21, 8-10., wo eine schöne Lhat derRizpa, einer Mutter von zwcen dieser Söhne,erzählt wird. Jedermann fallt dabei natürlichd'-e Antigone des Sophokles bei.