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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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295
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der Eb ratschen Poesie. 2g5

Berge Gilboa! auf euch fall fürder Regen undLhau nicht

Mehr! Nicht mehr auf euch, ihr fluchverbannete»Berge!

Denn auf ihnen ward Helden ihr Schild zu Bodengeschlagen,

Königes Schild, als war' er nimmer mit Oele ge-heiligt!

Jonathans Bogen, er wandte sich nie vom Blutder Erschlagnen

Nie vom Fette des Starken zurück. Auch KönigesSchwert kam

Müßig nimmer zurück! (Bom Blut des Erschlagenentrof es!)

Saul und Jonathan! lieblich und hold einanderim Leben,

Giengen auch ungetrennt liebend dem Schattenreichzu.

Schneller als Adler, tapfrer als Löwen waren dieHelden:

Töchter Israel, weinet um Saul! Er wird euchnun nicht mehr

Kleiden in Purpurgewand, kleiden in goldenenSchmuck.

Chor. Ach! wie sind die Helden gefallen!

In Mitte des Schlachtfelds

Jonathan, liebliches Reh, auf deinenHöhen verwundet!

Leid ists mit um dich, mein Bruder Jonathan,leid mir!