Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

wie er sie nutzen konnte, auch zum Anfänge derKultur des Landes am Geiste: er stiftete Prophc-tcnschulenu). So ungereimte Dinge man sichan ihnen zuweilen gedacht hat, so war ihre Ein-richtung von Samuel ein guter Gedanke. Ec suchtedie Literatur, die damals in Musik und Dichtkunstvorzüglich bestand, aus den Händen eines Stammesweg, ins Freie, ins Allgemeine zu bringen.Hü-gel Gottes" frohlockten vom Gesänge der Propheten,d. i. der Schüler einer freien Nationalweishcit: siewohnten in einfachen Hütten die man sehr

Unrecht Schulen übersetzt, und sich bei ihnen garunsre Eollegia denket. Eine Versammlung jungeroder erwachsener Menschen war es, die sich unterSamuels Anweisung, der ein Richter und Vaterdes Staats war, in dem übten, was damals zurNationalklugheit gehörte; also nicht in Rasereienüber die Zukunft, noch weniger in bloßen Litaneiendes Tempels. Als sie dem Saul begegneten, gabensie ihm durch den Inhalt und Flug ihrer Gesängezuerst ein k ö n i g l i ches,H erz c!) : (das aber wi-

rst S. 2 Sam. 7, 8. Zeph. 2, 6. u. f. sindHirtenhäuler und Hürden. Man weiß, daß diePropheten die älteste und einfachste Lebensartliebten.

ä) Man hat die Stelle lächerlich gemacht, weil mansie mißgedeutet. Nicht durch den-Schall der In-strumente gaben sie Saul ein Königsherz, son-dern durch den Inhalt ihrer Gesänge, mit jenemSchall begleitet.

T 2