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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Habe Hannah diesen Gesang gesprochen oder werdeer ihr in den Mund gelegt; genug! sie kündigtandre Zeiten an, als die bisher waren. Die Krieges-Gcwitter sind vorüber. Das Pochen auf einzelneHöhen des Landes sind ein verlebtes Wort; Gottgicbt jetzt andern Siegesgesang in ihren Mund !>Aus der Schmach der Unfruchtbarkeit errettet, sichtsie aus der Niedrigkeit ihren Sohn aufsteigen, daßer neben den Edlen sitze, als Landesfürst, als Rich-ter des Volks. Eli's Geschlecht verliert sich imDunkel: Er kommt dagegen hinauf; durch ihn rich-tet Iehovah das wette Land bis an die Grenzen,ja durch ihn salbt Gott Israel einen tapfern , glück-lichen König. Dies fingt das Lied, und wardVorbild vieler im Tone und Inhalte ihm ähnlichenPsalmen: denn es war die Ankündigung der Lieb-lingsmateric dieses Volks, eines neuen glücklicher»Zeitraums.

Samuel hat ihn wenigstens vorbereitend gestif-tet: er war der erste Prophet für die Staats-Ein-richtung, nach Moses. Gott rief ihn durch keinGesicht, sondern durch eine deutliche Stimme, inder er ihm den Untergang des bisher regierenden la-sterhaften und trägen Priestcrhauses anzcigtc. Deut-lich und bestimmt waren jederzeit seine Antworten:daher man ihn auch statt Prophet, d. i. eines,der Göttersprüche redet, Seher nannte. Der Aus-druck blieb auf einige Zeit im Gebrauche, und auchDavid hielt sich seine Seher, bis es wieder Pro-pheten gab.

Es ist unläugbar, daß Samuel die ersten fried-lichen Zeiten der Staatsvcrfassung genutzt habe,